Liebe Freunde,

werde von vielen meiner Leser seit Wochen gefragt, warum ich nicht mehr schreibe. Eigentlich sollen hier ja wöchentlichen die Anekdoten unserer Zeit auf Zypern stehen. Doch wie ihr bemerkt habt, gibt es diese seit einiger Zeit nicht mehr.

Hiermit möchte ich mich nun ganz offiziell dazu äußern, diese Offenheit habt ihr als meine treuen Leser wahrlich verdient. Es wird zukünftig keine weiteren öffentlichen Posts für den Zypern-Blog mehr von mir geben. Grund dafür ist, dass dieser Blog scheinbar nicht nur auf Freu(n)de gestoßen ist, sondern auch von Menschen gelesen wurde, die ihn negativ auffassen wollten und damit auch noch hausieren gegangen sind. Natürlich anonym, über drei Ecken. Menschen ohne Gesicht und Namen. Phantome oder Trolle, die ihre Zeit damit verbringen sich über das Leben anderer auszulassen, anstatt ihr eigenes mal in die Hand zu nehmen und sich im Spiegel anzuschauen.

Ich sehe das in erster Linie natürlich als großes Lob und fühle mich geschmeichelt, denn scheinbar werden meine Worte ja wie Gold gehandelt und auf entsprechende Waage gelegt. Genauso wie bei den „celebrities“, die ja auch nix sagen dürfen ohne, dass ihr Management vor dem Posten alles weichspült und „hater-sicher“ macht. Aber auf der anderen Seite fühlt es sich an, als wenn Fremde schamlos in der Reizunterwäsche rumstöbern, die man nur für seinen Partner gekauft hat.

Was für die Familie zu Hause und für die engsten Freunde gedacht war, damit sie weiterhin „bei uns sein können“ auch wenn uns viele Kilometer trennen, wurde leider von Menschen ad absurdum geführt, die eigentlich gar nichts in diesem Blog verloren haben.

Da ich zukünftig nicht über jeden Satz, den ich schreibe, erst nachdenken möchte, ob er denn falsch aufgefasst werden könnte und damit unserem Betrieb in Deutschland schadet oder ob jetzt vielleicht ein falscher Eindruck entstehen könnte, bei denen für die so ein Abenteuer wie wir es erleben, nie in Frage käme, habe ich mich lapidar dazu entschieden, diesen Blog nicht weiter fortzuführen und alle bisherigen Einträge, die privater Natur sind (vor allem auch mit privaten Bildern von der Familie), der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich zu machen.

Es war nie meine Intention mein „Privatleben“ öffentlich zu machen. Sonst hätte ich ja auch Facebook oder Insta nutzen können. Aber da lag natürlich mein grundsätzlicher Gedankenfehler: ein öffentlicher Blog ist halt nix für den privaten Raum! 😉 Bin aber lernfähig!

Ich bitte euch, die ihr mich über mehrere Monate so liebevoll und mit guten Kommentaren hier im Blog oder auch privat begleitet habt, um Entschuldigung und gleichzeitig um Verständnis für meine Entscheidung.

Das Gute zum Schluss: ich werde natürlich nicht kampflos aufgeben oder Kleinbeigeben. Werde mir weder die Feder noch den Mund verbieten lassen! Ich denke, also schreibe ich! Ich liebe das Schreiben und werde es daher auch weiterhin tun. Nur eben nicht mehr öffentlich und nicht mehr ungefiltert für alle zugänglich. Wer weiß, vielleicht entsteht daraus ja auch irgendwann einmal etwas ganz anderes (weichgespült von einem guten Management, das die Berichte nochmal hater-sicher macht und postet🤣).

Oder, um einem Großen das letzte Wort zu geben:
Jeder neue Anfang entsteht aus dem Ende eines anderen Anfangs (Seneca).

In diesem Sinne: euch allen ein herzliches Adieu!


4 Gedanken zu “Liebe Freunde,

  1. Liebe Nadja,

    In der Tat fürs Schreiben hast du ein Talent! Vielleicht denkst du mal über eine Karriere als Schriftstellerin nach? Dann kannst du als Erzählstränge weitere Familienmitglieder fiktiv und die queren Neider mit einbauen… . Schade, dass nicht alle gut mit dem Blog umgehen konnten! Und DANKE für die Eindrücke, die du geteilt hast! Ich bin nach wie vor sehr beeindruckt, wie Ihr mitten im Leben gemeinsam mit Euren großen Kindern neues wagt- chapeau! Alles Gute weiterhin für Euch!

    Freu mich, wenn ich dich hoffentlich zwischendrin mal im Sport-Treff sehe!

    Herzliche Grüße Elke

    Elke Seibold

    Gesendet mit der Telekom Mail App http://www.t-online.de/service/redir/emailmobilapp_ios_smartphone_footerlink.htm

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    1. Liebe Elke, da bin ich jetzt doch ein wenig rot geworden als ich deinen Text gelesen habe. Welche Ehre! Wie wäre wohl das Urteil des Literaturpapstes Marcel Reich-Ranicki ausgefallen? Aber vielleicht muss man ja nicht gleich nach den Sternen greifen, wenn man schreibt. Ich werde dir berichten wie es uns weiter ergeht, wenn wir uns bald mal wiedersehen. Bis dahin gibt es den ein oder anderen Blog ohne private Statements, aber trotzdem mit Würze geschrieben. Lass dich herzlich grüßen.

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  2. Liebe Nadja, Schreib bitte unbedingt weiter!!! Ich warte immer schon auf den nächsten Beitrag – es erlaubt mir in Gedanken zu erleben, was ich wahrscheinlich nie erleben werde, da die Vorraussetzungen hierfür einfach fehlen…. Bin momentan nur per mail erreichbar, da mein Handy futsch ist (in Frankfurt geklaut:(

    Beste Grüsse

    Peter >

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    1. Lieber Peter, Du Armer, das ist ja ein super GAU! Wer klaut denn heute noch ein Handy? Hoffe, du alle Daten und Termine gespeichert, damit der Verlust nicht zu groß ist. Danke dir, dass du dich trotzdem hier meldest. Den ein oder anderen Blog werde ich auch weiterhin hier einstellen. Allerdings ohne private Hintergründe, Gedanken oder Fotos. Ich werde dabei neutral sein wie die Schweiz und stelle eben nur noch die Mäntel und Jacken aus dem privaten Kleiderschrank aus. Die Reizwäsche kommt weg. 🙂

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